21. Knallkrebs (Alpheus spp.)

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Der Knallkrebs ist ein kleines, farbenprächtiges Krebstier, oft nur 2,5–5 cm lang, mit einer massiv überdimensionierten Schere, die im Verhältnis zu seinem schlanken Körper komisch disproportioneniert wirkt. Er versteckt sich in Höhlen oder Korallenriffen in warmen tropischen Ozeanen weltweit und schnappt mit seiner Schere zu, um Beute zu betäuben.

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Was Erwachsene schockiert, ist die physiktrotzende Kraft dieser Schere. Wenn sie zuschnappt, erzeugt sie eine Kavitationsblase, die Temperaturen erreicht, die heißer sind als die Oberfläche der Sonne (bis zu 4.700 °C), und einen Überschallknall produziert, der laut genug ist, um kleine Fische zu töten. Die Schockwelle betäubt die Beute sofort. Wissenschaftler haben den Ton mit über 200 Dezibel aufgenommen – lauter als ein Schuss. Während Kinder ihn vielleicht nur für eine lustig aussehende Garnele halten, sind Erwachsene sprachlos angesichts dieses winzigen „Unterwasser-Schusses“, der beweist, dass die Natur Schallwaffen Millionen von Jahren vor den Menschen erfunden hat.

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